Geschichte

 

Im Jahre 1899 machte sich Herr Konrad Stücheli die Wasserkraft der Murg zu Nutzen und baute in Rosental ein kleineres Wasser- und Elektrizitätswerk. Die erzeugte Energie nutzte er für seine Mühle in Mörikon. (Link)

Da eine Überkapazität an Strom vorhanden war, erstellte er 1902 zusätzlich eine kleine Mühlenanlage in Rosental, die zur Vermahlung von Roggen, Mais und Futterwaren diente.

Im September 1906 wurde durch einen Grossbrand die elektrische Zentrale sowie die Mühle komplett zerstört. Gleichenjahres erfolgte der Wiederaufbau, wobei die Mühle zusätzlich vergrössert wurde.

Trotz der deutschen Konkurrenz konnte der Absatz stetig erhöht werden und erreichte 1910 seinen Höhepunkt. Die Mühle Rosental wickelte den gesamten Zahlungsverkehr über die Spar- und Leihkasse Eschlikon ab. Diese geriet 1912 in finanzielle Schwierigkeiten und musste den Konkurs anmelden. Kurze Zeit später musste auch die Mühle Rosental den Konkurs eröffnen und der Betrieb der Mühle wurde eingestellt. 1914 kam die Mühle Rosental in die Konkursmasse der Spar- und Leihkasse Eschlikon. Über diverse Verkäufe gelangte die Mühle 1924 schliesslich in die Hände von Paul Stierlin, welcher die Mühle zur Zwirnerei umbaute.

Die Zwirnerei Rosental erlebte zuerst einen blühenden Aufschwung, bis dann die Weltwirtschaftskrise 1929 und die darauf folgende Rezession für Rückschläge sorgten. Jedoch konnte Paul Stierlin durch Sparsamkeit und kluge Geschäftsführung die Existenz seines Unternehmens sichern. Nach dem Tod von Paul Stierlins 1956 übernahm dessen Tochter Ursula mit ihrem Mann Hugo Sulzer die Zwirnerei. Auch sie wurden mit den Schwierigkeiten der Branche konfrontiert. Durch laufende Anpassungen an die sich wandelnden weltwirtschaftlichen Bedingungen konnten sie die Basis des Unternehmens stärken und auf dem Markt konkurrenzfähig bleiben.

Eine stetige Investitionstätigkeit und gezielte Rationalisierungsmassnahmen sorgten für eine steigende Produktivität, was der Zwirnerei Rosental ermöglichte, die schwierigen Jahre seit der ersten Ölkrise zu überstehen. Bis 1974 blieb die Wasserkraft-Anlage in Betrieb. Dann wurde die Wasserrechts-Konzession aufgehoben und alle Turbinen der Wasserwerkes verschrottet. Karl Raas, der seit 1967 Zwirnereimeister war, übernahm am 1. Januar 1988 die Geschäftsführung sowie das Verwaltungsratspräsidium der Zwirnerei Rosental AG. Die innovative und zukunftsorientierte Führung seines Betriebes ermöglicht Karl Raas noch heute eine der führenden Unternehmung der Textilbranche zu bleiben.

komplette Geschichte als pdf herunterladen  [PDF, 7.00 KB]